Bauphysik
Aus der Gutachterpraxis: Bauphysik im Härtetest
Hygrothermische Simulation: Wenn Standardberechnungen versagen
Bei komplexen Dachaufbauten reicht der bloße Blick auf Norm-Tabellen oft nicht aus. Ein aktuelles Gutachten an einem unbelüfteten Flachdach in Holzbauweise belegt, warum moderne Simulationsverfahren unverzichtbar sind, um langfristige Bauschäden zu vermeiden oder gerichtlich belastbar nachzuweisen.
Hinweis: Beispielbild ohne Bezug zu dem Fall.
Das physikalische Problem: Untersucht wurde eine als „Sonderkonstruktion“ (Typ III nach Informationsdienst HOLZ) eingestufte Bauweise: Eine vollgedämmte Holzkonstruktion mit beidseitig diffusionsdichten Schichten.
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Die Falle: Außen lag eine alte Bitumenbahn plus eine neue Kunststoffbahn ($s_d$-Wert ca. 400 m). Innen eine Dampfbremse.
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Das Risiko: Feuchtigkeit, die durch Konvektion (Luftundichtigkeiten) eindringt, kann nicht mehr austrocknen.
Analyse-Tiefe: Glaser vs. Simulation
Als Sachverständiger verlasse ich mich nicht auf einfache Schätzungen. Der Vergleich der Rechenverfahren im Gutachten zeigt die Diskrepanz:
Diskrepanz:
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Das Glaser-Verfahren (Perioden-Bilanz): Zeigte bereits eine mangelhafte Trocknungsreserve von nur 106 g/(m²·a) anstelle der nach DIN 68800-2 geforderten 250 g/(m²·a).
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Die WUFI®-Simulation (Hygrothermik): Die detaillierte Simulation über mehrere Jahre bewies, dass der Gesamtwassergehalt in der Konstruktion kontinuierlich ansteigt.
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Porenluftfeuchte: Die Auswertung nach WTA-Merkblatt 6-8-16/D belegte, dass die kritische Grenzfeuchte für Holzfäule signifikant überschritten wird.
Das Fazit des Sachverständigen: Ohne einen hygrothermischen Nachweis nach DIN 4108-3 sind derartige Holzkonstruktionen ein unkalkulierbares Risiko. Meine Gutachten liefern Ihnen durch den Einsatz modernster Simulationssoftware (WUFI) den mathematischen Beweis für die (Nicht-)Funktionstauglichkeit eines Dachaufbaus – schwarz auf weiß, noch bevor das Holz vollständig versagt.
Das Fazit des Sachverständigen: Ohne einen hygrothermischen Nachweis nach DIN 4108-3 sind derartige Holzkonstruktionen ein unkalkulierbares Risiko. Im Rahmen unserer bauphysikalischen Begutachtung erstellen wir daher präzise Nachweise nach DIN 4108-3, um genau diese Planungssicherheit zu gewährleisten. Meine Gutachten liefern Ihnen durch den Einsatz modernster Simulationssoftware (WUFI) den mathematischen Beweis für die (Nicht-)Funktionstauglichkeit eines Dachaufbaus – schwarz auf weiß, noch bevor das Holz vollständig versagt.





